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Shoey & Mina

Shoey ist unsere Schöne, eine aparte, grazile, anmutige, sanfte und freundliche Stute, die gerne Kinder mag, aber leider wegen ihrer schwachen Beine nur begrenzt einsetzbar zum Reiten ist. Ihre weichen Gänge, ihre brave und doch auch rasante Art machen sie sehr beliebt bei Klein und Gross.

Mina wurde 2008 bei uns auf dem Hof als Fohlen von Shoey geboren. Ihr Vater hieß „Puddle Jumper“ und war im Besitz von Renè Öhler, (siehe www.styrian-painthorse-ranch.at). Sie ist ein reines Painthorse und begleitet mich auf meinen Vorführungen.

Durch meine Babypausen wurde sie bisher nicht viel gearbeitet, doch sie lernt im Nu und ist sehr brav und kooperativ. Da sie sehr neugierig ist, mag sie gerne mit mir auf Abenteuerreise gehen.

Felix

Felix unser Pony ist bereits 10 Jahre auf unserem Hof, sein fast ganzes Leben bisher. Geboren im Nachbarstall siedelte er als Absetzer zu uns, nur ein paar Meter weiter.

Er ist unser Frechdachs, der unter jedem Zaun durchschlüpft und alleine in der fetten Wiese zu finden ist, wenn die restliche Herde noch den Rest der alten Weide abnagen muss… Zwischenzeitlich wohnte er mal in anderen Ställen (ausgeliehen), aber jetzt ist er wieder daheim und aufgrund seiner geringen Grösse (klein aber oho) ein guter Ein (Auf)stieg für die Kleinsten.

Dibi

El Diablo ein Ausnahmepferd. Ein Criollo, importiert aus irgendwo, sehr scheu, sehr misstraurisch, wildpferdehaft, aber unglaublich gross war sein Herz, sein Bemühen, sein Auftreten, seine Seele.

Der sympathische Wallach kam durch Zufall bei einer Arbeitsstelle in NÖ zu mir und blieb. Da er zweimal einen Pferdeanhänger völlig verbog und zerschlug, ritt ich mit ihm in einer Woche von NÖ in die Steiermark.

Mit ihm habe ich all meine Prüfungen und Trainings in Western und NHS gemacht. Er wusste alles, was ein Pferd wissen musste, und war mir immer ein treuer und verlässlicher Partner. Auf seinem Rücken war alles sicher. Nur Ungerechtigkeit verabscheute er, Menschen, die laut waren, die kein Gefühl zeigten, die grob waren, die hat er ignoriert oder er ist einfach davon gerannt.

Leider erkrankte er 2006 an einem Lungenemphysem und starb 2 Jahre später daran. Immer war er tapfer und kämpferisch.

Unvergessen bleibt er in meinem Herzen.

Nicki

Ich möchte die Gelegenheit nützen, um euch von unserem alten Pferd "Nicki" erzählen:
Ihm gebührt besondere Aufmerksamkeit, da er eine sehr charismatische und eigenwillige Persönlichkeit war, und für ein Pferd ein sehr hohes Alter erreichte.
Als er durch eine Zeitungsannonce ganz spontan zu uns kam, war ich zarte 11 Jahre jung.
Ich ritt seit drei Jahren regelmäßig und hatte nur einen Wunsch: ein eigenes Pferd! Mein Vater gab sein plötzliches Okay und ich konnte mein Glück kaum fassen!
 

Die erste Nacht musste Nicki im Garten verbringen, da der Vorbesitzer ihn schnell aus den Augen haben wollte (vermutlich hätte er es sich sonst wieder anders überlegt), und wir uns nicht trauten, ihm zu gestehen, dass wir gar keinen Stall hatten - dass er Mutters Salate, Gemüsebeete, Wein und Rosen auffraß, war unvermeidlich.
Am nächsten Tag fand er dann Unterschlupf bei einer Bäuerin in der Nachbarschaft.
Ich verbrachte jede freie Minute bei ihm und bewegte ihn täglich bei jedem Wetter. Nie hat er mich abgeworfen oder in kritische Situationen gebracht. Er war äußerst verfressen, eigenwillig und schlau! Er konnte sich überall befreien, man fand ihn dann meist in der Futterkammer. Dieses Talent brachte ihm auch die einzige "Box" ein, während die anderen Pferde angehängt stehen mussten.
Türen, Tore, Verschlüsse und Deckel waren von ihm meist schnell geknackt. Es passierte auch, dass er die ganze Herde aus der Koppel befreite, indem er die Stangen mit den Zähnen anhob und geschickt aus der Verankerung zog.
Einmal schaffte er diese Kunststück sogar aus dem Trab, knallte die oberste Stange herunter und sprang über die untere, trabte davon in den Stall hinunter, und ließ meinen (jetzigen) Mann ziemlich verblüfft im Round Pen zurück. Als dieser dann gleich hinterher trabte, fand er nicht nur einen grinsenden Nicki im Hof stehen.
In seiner Neugierde schubste Nicki einmal eine gute, teure Flasche Kernöl um, die an die Außenseite seines Zaunes gelehnt war. Fein säuberlich schleckte er den Inhalt auf, ohne sich dabei an den Scherben zu verletzen.
Einzig große Fahrzeuge brachten ihn aus seiner Ruhe - er sprang in den Graben oder mitten auf die Straße, sobald sich ein Ungetüm dieser Art näherte. Ich fand einmal heraus, dass er als Fohlen von einem Fahrzeug angefahren wurde, und diese Scheu legte sich mit der Zeit.
Stets lief er ohne Hufeisen, trotz der täglichen Ritte, seine Schwachstelle aber waren die Hinterbeine. Nach 6-7 Jahren stellte der Tierarzt "Arthrose" bei ihm fest. Er ging sehr steif, und mit dem Galoppieren über Wald und Wiesen war es nun mit ihm vorbei. Da es verständlicherweise unmöglich war, soviel Einstellgebühr für ein unreitbares Pferd zu bezahlen, gab es nur eine Lösung: er musste wieder zurück in den Garten!
Dank der großartigen Unterstützung meiner Eltern und mit Einverständnis des damaligen Bürgermeisters wurde es wahr: ein Pferdestall im Garten. Nun konnte man vom Küchenfenster direkt auf die Pferde hinunter sehen, jeder Besucher musste an ihnen vorbei, und frühmorgens begrüßten sie uns mit ihrem forderndem Ruf. So kam ich morgens leicht aus dem Bett, und brachte eine leichte Brise Pferdeduft mit in die Schule....
War mein Zimmerfenster offen, streckte Nicki mir seine Nase entgegen und sabberte auf die Fensterbank.
Nun brauchte Nicki einen Kollegen - er überlebte zwei davon.
Als endlich unser Traum von einem eigenen Bauerhof in Erfüllung ging, zog Nicki ein letztes Mal um. Hier wurde er nun endgültig zum Familienmitglied, da er sich am Hof frei bewegen durfte. Unser "guter Geist" fand alles Essbare, Leckerlis fraß er samt der Verpackung, über eine Steige frisch geerntete Äpfel für den Verkauf in praktischer Augenhöhe fiel er gierig her.
Er missbrauchte junge Bäume und Sträucher als Kratzhilfe für seinen Bauch - bis mein Mann ihm einen eigenen Kratzstecken einschlug, den er dann auch mit begeisterter Hingabe nutzte.
Selbst wenn er ausbrach und durch Zäune ging, sich an liebevoll gehegte Pflanzen verging, oder Scheibtruhen über den Haufen rannte, konnten wir ihm doch nie böse sein - er hatte Narrenfreiheit am Hof, und wenn es uns zu bunt wurde, sperrten wir ihn in eine gut gesicherte Koppel. Er war immer für einen Scherz zu haben und brachte uns oft zum Lachen. Ein Höhepunkt war wohl, als er beobachtete, wie mein Mann ein Sack voll getrocknetes Brot hinter die Tür stellte. Kurze Zeit später fanden wir ihn im Vorhaus schmatzend - alles voller Brösel. Er war über drei Stufen geklettert, hatte die Haustüre geöffnet und war ungeniert ins Haus gegangen! In den letzten Jahren ging er gerne mit kleineren Kindern auf dem Rücken spazieren. Des öfteren kam es vor, dass er dabei einfach umdrehte und wieder in flottem Schritt nach Hause marschierte, ohne sich um die anderen Pferde zu kümmern. Er wollte einfach zu seinem Futter zurück. Er galoppierte auch wieder und war manchmal aufgedreht wie ein Junger.
Wenn er allerdings im Gerangel von einem anderen Pferd umgestoßen wurde oder er stolperte, konnte er im letzten Jahr nur sehr mühsam alleine aufstehen, meist mussten wir ihm helfen, bauten zuletzt sogar noch einen Seilzug für ihn.
Für uns bedeutete das monatelang banges Hoffen, dass wir ihn diesmal noch hochkriegten.
Stand er wieder, fehlte ihm nichts, er war wieder frech wie zuvor.
Ein paar Mal glaubten wir schon nicht mehr daran, dass er noch mal hochkam, einmal lag er über 14 Stunden lang, doch irgendwie schafften wir es immer, es dauerte noch ein ganzes Jahr, bis er dann entschied, von selbst zu gehen.
Heuer wäre er 37 Jahre alt geworden.
Wir vermissen ihn sehr, doch er hat so viele schöne Erinnerungen und Momente hinterlassen, dass es all die Mühen wert war, die wir auf uns nahmen, um ihm einen schönen und würdigen Lebensabend zu ermöglichen und ihm den Zeitpunkt seines Abschieds selbst wählen zu lassen.