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Warum Natural Horsemanship?

Ich liebe es, Kurse in Natural Horsemanship zu geben und Menschen mit ihren Pferden ein Stück weiterzuhelfen, um ihre Verbindung zu ihrem Pferd noch zu stärken.

Bei dieser Beschäftigung wachsen beide: das Pferd und der Mensch.

Der Mensch lernt, wie Pferde denken und kann dadurch sein Pferd besser verstehen und ihm besser helfen, mit seinen Schwierigkeiten umzugehen. Pferde reagieren nämlich immer "richtig", nämlich so, wie es Mutter Natur eingerichtet hat, um dieser Gattung das Überleben zu sichern. Das heißt: davonrennen (Fluchttier), wenn es unangenehm wird!

Das Pferd lernt, weniger instinktgeleitet zu reagieren, sondern mitzudenken (ein bißchen weniger dem Instinkt zu folgen).

Der Mensch muß sein Raubtierverhalten umwandeln in partnerschaftliches Verhalten, das heißt, nicht bedrohen, sondern Sicherheit geben. Gelassenheit vermitteln. Er muß lernen, das Fluchtverhalten seines Pferdes in kontrollierte Bewegungen umzuwandeln. Dazu muß er die Spiele der Pferde erkennen und sich mit den Spielregeln vertraut machen. Das kann auch bedeuten, dass er klare Grenzen setzen muss, denn er ist nunmal kein Pferd und Tritte und Bisse tun weh!

Aber Grenzen setzen heißt nicht strafen! Der Mensch ist das intelligentere Wesen von beiden (obwohl ich davon nicht immer 100 % ig überzeugt bin), und muss, wenn er bei den Pferden ist, seine unkontrollierten Emotionen wie Aggressionen, Zorn, Ärger, Frust beiseite lassen. Das Pferd kann damit nichts anfangen. Es würde nur versuchen, zu fliehen oder, wenn das unmöglich erscheint, sich dagegen zu wehren, meist mit Durchgehen, Buckeln, Steigen, Angriff, Beißen, Treten, mit Schweifpeitschen oder Kopf hochreißen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wir wollen mit unserem Pferd eine Partnerschaft eingehen, d. h. beide Teile müssen Verantwortung übernehmen: beim Menschen heißt das: Der Mensch muß dafür sorgen, daß es dem Pferd in seiner Nähe gut geht. Hier ist die komfortable Zone, hier gibt es Sicherheit, Ruhe und keinen Stress. Wenn er das schafft, hat er die besten Voraussetzungen geschaffen, damit das Pferd als erstes seine Nähe sucht, wenn es eng wird, anstatt zu fliehen. Ein Pferd, das weiß, beim Menschen passiert ihm nichts Böses, wird immer zuerst auf ihn achten, bevor es in Panik verfällt. Deutet die Körpersprache "seines" Menschen auf Entspanntheit hin, kann es das Pferd auch sein und braucht sich nicht aufzuregen.