1974 geb. als Isabella Dirjitz, kleine Schwester und "eigensinnige" Tochter von Eltern mit einer eigenen kleinen Firma in Weiz.
regelmäßiger Reitunterricht mit 7 Jahren

1985 erstes eigenes Pferd mit 11

1992 Matura im BG Weiz

1992-96 Pferdewirtschaftsschule in Lambach/Stadl-Paura; Praxis bei namhaften Springreitern in Österreich, einem bekannten Wanderreitbetrieb, die meiste Zeit jedoch in Italien auf einem Araberzuchtgestüt; Lizenz in Springen und Dressur, Fahrabzeichen in Bronze, Abschluß mit dem Facharbeiterbrief

1996 Praktikum in den Usa bei Chuck Klipfel, Texas, Ausbildung in Westernreiten, Jungpferdearbeit

1997 Anstellung in Nordfriesland als Führung des Reitbetriebes, Unterrichtserteilung, Pferdetraining, erster Kurs in Natural Horsemanship

1998 Leitung eines Reitbetriebes in NÖ, Therapiereiten, Westernriding Certificate

1999 - 2002 Leitung eines kleinen Reitbetriebes in St. Kathrein/Offenegg, Tourismus, Wanderritte, Kutschenfahrten, Reitunterricht
Turniererfahrung mit dem eigenen Pferd, Wanderreitführer (1999),Weiterbildung bei namhaften Profitrainern, Natural Horsemanship Kurse

2002 Westernreitwart, Heirat mit Andreas Iberer

2003 Kauf des 600 Jahre alten Bauernhofes, Geburt unseres 1. Sohnes

2005 Pferd-Mensch-Oase - Platz für Entwicklung, Training, Wohlfühlen

2010 Geburt unseres 2. Sohnes

2018 Leitung der Nachmittagsbetreuung in der VS Peesen

2020 
Hochschullehrgang Freizeitpädagogik PH Graz mit Abschlussarbeit „Soziales Lernen mit Tieren“

2022 ASO Weiz Schulassistenz

seit 2023 MMS Weiz Schulassistenz

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Geschichtliches

Meine Leidenschaft für Pferde konnte sich nie jemand erklären, hatte doch niemand in der Familie den besonderen Bezug zu Tieren. Außer der Oma mütterlicherseits vielleicht, die auf einem Bauernhof gelebt hatte, bis ihre Familie fliehen und all ihr Hab und Gut zurücklassen mußte. Sie hatten nur wenige Stunden Zeit, um all ihren notwendigsten Besitz zusammenzuraffen und mitzunehmen. Sie erzählte immer Geschichten von den edlen Pferden, die sie besaßen, von Sultan und Sokol, prächtige Hengste, die ihnen allerdings von den Besatzern abgenommen wurden und einer erschossen wurde, da er noch zu jung und uneingeritten war.

Ein schwarzer Hengst, erzählte sie immer voll Stolz, mit einem dichten Schweif, der noch ein Stück am Boden nachstreifte. Oder von Zwetka, einer braunen, sanften Stute, die den Wagen zog auf der Flucht, und die sie ebenfalls an der Grenze zurücklassen mußten, um zu Fuß nach Österreich weiterzuwandern - in eine ungewisse Zukunft.

Diese Gemeinheit läßt mich heute noch die Tränen in den Augen steigen, wenn ich daran denke. Vielleicht hatten diese Geschichten auch damit zu tun, daß ich mein Leben den Pferden widmen wollte, vielleicht, um wieder gut zu machen, was dumme Menschen in ihrer Macht und Habgier angestellt hatten und an den Pferden und ihren Menschen verbrochen hatten. Schon im Kindergarten zeichnete ich mit anscheinend besonderem Talent Pferde, manche meiner damaligen Freunde erinnern sich heute noch an "die mit den Pferden".

Ausbildung

Ich hatte nun mal das Gymnasium angefangen und wollte es auch zu Ende machen, obwohl ich meine Zeit sehr oft viel lieber an der frischen Luft bei meinem Pferd verbracht hätte als in der Schule oder beim Lernen! Die Lehrer gaben es bald auf, mich wegen der vielen Pferdezeichnungen in den Heften und Schulbüchern zu rügen.

Die Pubertät war sicher die schwierigste Zeit in meinem Leben bisher, doch bei den Pferden fand ich immer Halt und Trost. Mein Körper veränderte sich, ich veränderte mich, doch sie blieben diesselben, und sie holten mich jedesmal auf den Boden zurück. Und ich blieb ihnen treu.

Nach dem Abschluß mit der Matura wußte ich nur, daß ich etwas mit Pferden machen wollte, und es gab nicht viele Möglichkeiten. Ich entschied mich also für die Pferdewirtschaftsschule in Lambach, Oberösterreich. Die Ausbildung dauert knappe 4 Jahre, davon hat man 18 Monate Zeit für Praxis, die ich größtenteils in Umbrien, Italien, verbrachte.

Meine Pferde wurden zuhause inzwischen glücklicherweise von meinen Eltern versorgt, die eigens einen kleinen Offenstall im Garten gebaut hatten. Es waren zwei: Nicki und Mimi, ein Pony, das schon in einem Schlachthof in NÖ stand, gerade noch gerettet.

In den folgenden Jahren konnte ich sehr viel Erfahrungen sammeln: mit verschiedensten Rassen und den verschiedensten Sparten.

Fast ein Jahr verbrachte ich bei Chuck Klipfel in Texas, Amerika, und lernte dort die Westernreitweise von Grund auf in ihrem Ursprungsland kennen. Diese Philosophie des Westernreitens kam meiner Grundeinstellung das Pferd als Partner zu sehen um einiges näher als ich es von der klassischen Reitweise her kannte.

El Diablo und NHS

Mein nächstes Pferd (inzwischen das fünfte) sollte meinen Horizont noch weiter öffnen:El Diablo (Dibi), ein Criollowallach aus Argentinien, noch dazu schwarz-weiß gescheckt. Ihn durfte ich von meiner letzten auswärtigen Arbeitsstelle mitnehmen, ebenso ein Zufallsgriff wie die anderen.

Da er nicht gerade leicht im Umgang war, eine Herausforderung für mich. Doch auch mit ihm gab es überwiegend glückliche Stunden und mit diesem Pferd wurde mein Traum wahr:

Die größte Faszination übte der natürlichste Umgang mit dem Pferd - Natural Horsemanship - auf mich aus.

War ich doch schon immer ein Naturkind gewesen, und alles Künstliche ist mir zuwider.
Als ich dann irgendwie auf das NHT Team stieß, war ich Feuer und Flamme: immer schon war es mein größter Wunsch gewesen, ein Pferd ohne jegliche Hilfsmittel reiten zu können! Ich hatte zwar in Amerika und Deutschland schon in diese Richtung gearbeitet, aber hier fand ich die richtigen Trainer, die mir weiterhelfen konnten. Ich packte mein Pferd ein und fuhr von nun an öfters den weiten Weg nach Oberösterreich, zu Andre Stockinger. Dibi und ich nahmen viel davon mit, mitlerweile sind wir richtige Profis in der Freiarbeit. (Mehr davon gibt's auf unserem Video zu sehen)

Da ich auch Prüfungen brauchte, um unterrichten zu können, wurde aus Dibi auch ein ganz gutes Turnierpferd. Mit ihm habe ich alle meine Prüfungen in der Westernreitweise geschafft! In dieser Zeit war uns Erich Felber aus Birkfeld eine große Hilfe. Seine Trainingsphilosophie paßte perfekt zu der unseren und auch er strahlt - wie Andre und auch Chuck - Ruhe und Gelassenheit aus. Bei dem Sensibelchen Dibi ging nämlich gar nichts ohne Ruhe - anders als bei Nicki.
Seit vielen Jahren bilde ich mich immer wieder weiter, doch es werden immer weniger Trainer, die für mich in Frage kommen. In den letzten 13 Jahren besuche ich immer wieder mit oder ohne Pferd Kurse von Honza Blaha und gebe mein Wissen gerne weiter.
Im hohen Alter dürfen die Pferde bei uns am Hof ihren Ruhestand genießen. Sie durfen frei herumlaufen, werden viel geknuddelt und halten sich überwiegend in unserer menschlichen Nähe auf- ein Beweis dafür, daß sie uns als Herdenmitglieder sehen. Inzwischen sind einige unserer Alten bereits auf der jenseitigen Welt.